Rennsport

Weltmeister Massimo Rossi tödlich verunglückt

Der Weltmeister in der O-250er Klasse verunglückte am Sonntag den 2. Oktober beim internationalen Motorbootrennen in Traben-Trarbach an der Mosel. Ersten Ermittlungen zufolge kam Rossi bei einem Wendemanöver von der Strecke ab, raste in die Uferböschung und prallte gegen einen Baum. Er starb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Kopfverletzungen.

Der Unfall ereignete sich im zweiten Lauf der 350er-Klasse, deren Boote bis zu 170 km/h schnell werden. Am Wochenende wurden beim Motorbootrennen auf der Mosel Europa- und Deutsche Meisterschaften ausgetragen. Die Veranstaltung wurde nach dem Unfall abgebrochen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Trier haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Rossi gehörte nach Auskunft des DMYV dem MRC Berlin an und fuhr mit deutscher Fahrerlizenz für den Deutschen Motoryachtverband. Der Präsident des DMYV Winfried Röcker, sowie das Präsidium erklärten, dass sie sind gedanklich bei der Familie und den Hinterbliebenen seien und ihnen viel Kraft wünschten, um die schwere Zeit als auch den Verlust zu überstehen.

Die Kritik des italienischen Verbandes Federmotonautica, dass die Strecke zu eng gewesen sei, wurde vom DMYV zurückgewiesen. Eine Sprecherin betonte, dass die Rennstrecke in Traben-Trarbach vor dem Beginn der Veranstaltung vom internationalen Verband für Motorboot-Rennsport UIM abgenommen worden sei, und allen international gültigen Kriterien hinsichtlich der Abmessungen, Wassertiefe u.v.a. entsprochen habe.

Das Rennen sollte ursprünglich bereits im Juni stattfinden, war aber wegen des damaligen Hochwassers auf das Wochenende vom 30. September bis zum 2. Oktober verschoben worden.

Der letzte tödliche Unfall bei einem Motorbootrennen in Deutschland ereignete sich im Jahr 2010, als der 16 jährige Marco Braun beim ADAC Motorboot Cup in Kriebstein nach einem Fahrfehler und der folgenden Kollision mit einem anderen Boot zu Tode kam.

Veröffentlicht am : 02.10.2016