Bootstest

Test: Beneteau Monte Carlo MC 4S

Das auf Superyachten spezialisierte, venezianische Designstudio Nuvolari & Lenard führte die Zeichenfeder beim Design der Yachten der MC-Modellreihe von Beneteau. Das dabei kein puristisches Boot herauskam, versteht sich von selber.Hans Wischer hat die MC 4S vor Palma de Mallorca gefahren.

Kraftvoller Luxus und viel Platz: Die MC-Baureihe von Beneteau Monte Carlo

Kraftvoller Luxus und viel Platz: Die MC-Baureihe von Beneteau Monte Carlo

Beneteau siedelt die im französischen St. Hilaire gefertigte Modellreihe MC eine Klasse unterhalb des Luxuslabels Monte Carlo Yachts an, deren Modelle im italienischen Monfalcone entstehen. Beide wurden vom auf Superyachten spezialisierten, venezianischen Designstudio Nuvolari & Lenard entworfen und haben zahlreiche Gemeinsamkeiten. Doch gibt es eine klare Grenze: bei Monte Carlo ist das Einsteigermodell eine 65 Fuß, MC´s Größte ist die MC 6 in der 60-Fuß-Kategorie. Beide Baureihen kommen mit guten Ideen und ausgewählten Materialien für das Interieur daher. Hans Wischer hat die MC 4S vor Palma de Mallorca gefahren.Mit ihren türkisfarbenen Rümpfen dem fülligen Vorschiff oberhalb des scharf geschnittenen Unterwasserschiffes und dem langen, hohen Aufbau fallen die Yachten der MC-Baureihe auf, und aus dem Rahmen des Üblichen. Sie wirken dabei aber modern und nicht unelegant. Erheben sich die Yacht in Gleitfahrt aus dem Wasser, kommt unterhalb der farbigen Bordwand ein weißer Streifen zum Vorschein, der die Länge optisch streckt. Zu Gunsten eines großen Salons sind Vordeck und Cockpit eher knapp gehalten, weshalb der Aufbau größer wirkt als auf manch anderer Yacht. Das aber ist beabsichtigt. „Für uns,“ so Rosalie Le Gall, Produkt-Managerin für Bénéteaus MC und Gran Turismo Baureihen „war es wichtig, die Aufteilung dank der weit achtern angeordneten Maschinen über den IPS-Antrieben optimal auszunutzen und möglichst viel sinnvollen Lebensraum zu schaffen.

Ob mit Flybridge oder Sun-Top. Der Kunde hat die Wahl. Im Namen unterscheiden sich die beiden Linien lediglich durch das S für „Sun-Top“. Im Innenraum sorgen Möbel aus gebürstetem Eichenholz, Ledereinlagen auf dem Salontisch, weiche Lederschlaufen statt kantigen Griffen an den Schranktüren und Schubladen sowie cremefarbige Polsterstoffe (die Werft nennt sie Vibrant beige) auf der MC4S für ein edles Ambiente. Durchdacht, funktional und das auf hohem Niveau geht’s an Deck weiter. Das beginnt bereits außen an der absenkbaren Tenderlift-Badeplattform aus deutscher Produktion des Münsteraner Qualitätsherstellers für diese Systeme h+b technics.

Für sportliches Fahren spricht der direkte und kurze Weg am Steuerrad von einem Volleinschlag zum anderen. Die Wellen am Testtag wurden mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten (37 km/h) satt gemeistert.Unter Vollast drückten die beiden grünen Volvo-Penta D6-370 Dieselkraftpakete im Heck über zwei IPS 500 Antiebe, die leer 12 Tonnen wiegende Kreuzeryacht auf ihre Höchstgeschwindigkeit knapp unterhalb der 30 Knoten Marke.

Den kompletten Test mit Messwerten, Einschätzungen und Bewertungen lesen Sie demnächst in einer der nächsten Ausgaben WasserSport, dem Magazin der Motorbootfahrer. Als Abo oder E-Paper, im Download oder im nächsten Bauhaus Nautic Fachcenter.

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